Ein großer Automobilkunde rief uns an einem Freitag an. Es drohte ein Stillstand der Produktionslinie, wenn nicht bis zum folgenden Montag zusätzliche Lieferungen eines Teils aus Deutschland eintreffen würden.

Auf den ersten Blick schien dies eine einfache Aufgabe zu sein, bis sich das ganze "Road Trip"-Szenario enthüllte......die benötigten Teile waren noch nicht hergestellt worden, sondern befanden sich noch im Rohzustand, in Form von Aluminiumplatten. Und es gab noch eine weitere Wendung in der Handlung....die Bleche mussten behandelt werden, bevor sie in Autoteile verwandelt werden konnten..... die Behandlungsanlage war in Portugal!

Auch der Zeitplan war interessant. Die portugiesische Fabrik brauchte acht Stunden, um das Produkt zu behandeln, und die Fabrik in Deutschland brauchte weitere 24 Stunden, um die Teile herzustellen. Am Montagmorgen mussten die Teile dann im Vereinigten Königreich in der Produktion sein.

Also machte sich unser engagiertes Team an die Arbeit. Die vier großen Paletten mit Aluminiumblechen wurden sofort per Lkw zum Flughafen Baden-Baden gebracht, wo ein Saab-Flugzeug für den Flug nach Porto positioniert worden war. Sobald das Flugzeug in Portugal zum Stehen kam, wurde das Aluminium zu dem vorgewarnten Drittlieferanten transportiert. Während das Fahrzeug wartete und die Flugzeugbesatzung ihre gesetzlich vorgeschriebene Pause einlegte, wurde das Metall behandelt, und am Samstagmorgen saß es im Flugzeug zurück nach Deutschland.

Glücklicherweise enthielt das Drehbuch einen hilfreichen Rückenwind, der dazu führte, dass das Fahrzeug früher als geplant am Kölner Flughafen ankam - sehr zur Erleichterung sowohl unseres britischen Kunden als auch seines deutschen Tier-2-Zulieferers, die von unserem Logistikteam rund um die Uhr auf dem Laufenden gehalten wurden, während sich die Lage ständig änderte. Das Werk des Zulieferers war gut vorbereitet, um mit der Produktion der Teile zu beginnen, sobald das behandelte Aluminium angeliefert wurde; nur 24 Stunden nachdem wir die erste Anfrage erhalten hatten.

Am Sonntag hatten wir ein Fahrzeug in Bereitschaft, das im deutschen Werk darauf wartete, dass die hergestellten Teile verladen und per Lkw nach Großbritannien transportiert wurden. Um die Verzögerungen zu minimieren, arrangierten wir einen Fahrertausch während der Fahrt. Die Lieferung erfolgte weit vor dem Zeitplan und kostspielige Produktionsausfälle wurden vermieden. Das Ende......nun, nicht ganz.... ist Teil einer langjährigen Geschichte von Priority Freight.