Es ist ein gängiges Szenario, dass Teile an einem Ort hergestellt werden, bevor sie über Länder oder Kontinente hinweg zum Fließband transportiert werden, wo sie Teil eines Endprodukts werden. In der Automobilindustrie hängt dieser Prozess von einer genauen und rechtzeitigen Abfolge ab, ohne die diese fragile Kette leicht unterbrochen werden kann, was zu finanziellen und rufschädigenden Folgen führen kann.

Ein Beispiel aus jüngster Zeit war ein Fahrzeughersteller, der in seinem serbischen Werk Teile für die Verteilung an sein Netz von Produktionsstätten herstellt, darunter eine in East London, Südafrika. Diese regelmäßigen Transporte erfolgen in der Regel auf der Straße vom serbischen Werk zum Flughafen Amsterdam Schiphol, von wo aus die Waren zum internationalen Flughafen O.R. Tambo geflogen werden. Probleme an der serbisch-ungarischen Grenze führten jedoch dazu, dass sich die Waren verzögerten und die südafrikanische Produktion möglicherweise zum Stillstand kam.

Priority Freight erhielt am Donnerstagabend einen Anruf des Herstellers, der auf die Dringlichkeit der Sendung und die Notwendigkeit hinwies, Produktionsverzögerungen und damit verbundene Kosten für das Unternehmen zu vermeiden. Priority Freight bildete sofort ein Reaktionsteam, um geeignete alternative Versandmethoden zu entwickeln und die Lieferung der 890 kg schweren Teile an die südafrikanische Fabrik vor Montagmorgen zu organisieren.

In der Nacht zum Donnerstag setzten sich die Experten von Priority Freight mit Kollegen, Bodenagenten und Spediteuren auf der ganzen Welt in Verbindung, um die Lieferung wieder auf den Weg zu bringen, und am Freitagmorgen wartete bereits ein LKW, um die Teile in der serbischen Fabrik abzuholen. Anstatt Serbien auf der Straße zu verlassen und Verzögerungen an der Grenze in Kauf zu nehmen, wurden die Waren zum Flughafen Belgrad gebracht, wo sie in eine wartende ATR-Chartermaschine verladen und nach Oostende in Belgien geflogen wurden. Von dort wurden die Teile auf einen anderen Lkw umgeladen, der zum Flughafen Amsterdam Schiphol fuhr, um dort einen Langstrecken-Frachtflug nach Johannesburg zu erreichen.

Nach einer Flugzeit von 11 Stunden landete das Frachtflugzeug am Samstagabend auf dem O.R. Tambo International Airport, weniger als 48 Stunden nachdem die Teile in Serbien abgeholt worden waren. Eine zweimotorige Metro-Maschine legte dann die letzten 600 Meilen von Johannesburg nach East London zurück und kam um 03:30 Uhr Ortszeit am Sonntagmorgen an, rechtzeitig, um entladen zu werden und die Fabrik am nächsten Tag wieder in Betrieb zu nehmen.