Brexit: Business as usual
Veröffentlicht: Dienstag, 16 August 2016
Das Land steht an einem Wendepunkt für Wachstum und Erfolg. Der neue Premierminister hat versprochen, den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (EU) zu einem “Erfolg” zu machen – aber bis jetzt haben wir uns noch nicht darauf geeinigt, wie Erfolg aussieht.
Diese Ungewissheit ist verständlicherweise für viele ein Grund zur Sorge. Nehmen wir als Beispiel die britische Automobilindustrie: Die Society of Motor Manufacturers and Traders befragte kürzlich erneut ihre Mitglieder, und 57 % glaubten, dass der Brexit negative Auswirkungen auf ihr Geschäft haben würde. Die größte Sorge galt den potenziellen negativen Auswirkungen von Zöllen, Zollgebühren und anderen Schranken zwischen dem Vereinigten Königreich und dem EU-Binnenmarkt.
Erfreulicherweise haben sich aber auch einige Top-Manager aus der Automobilindustrie positiv zu den möglichen Auswirkungen des Brexit geäußert. Carlos Ghosn, Vorstandsvorsitzender von Renault-Nissan, sagte, er sei “einigermaßen optimistisch”, dass “der gesunde Menschenverstand auf beiden Seiten siegen wird”.
Adrian Hallmark, Direktor für Konzernstrategie bei Jaguar Land Rover, schloss sich dieser Meinung an und erklärte, das Unternehmen behalte einen “kühlen Kopf” und sei zuversichtlich, dass sich “der gesunde Menschenverstand in einem gemeinsamen Betriebsmodell durchsetzen wird”. Er sagte auch, dass es keine “Brexit-bedingte” Notwendigkeit gäbe, die Beschäftigungspolitik des Unternehmens zu ändern.
Dies sind ermutigende Kommentare von Leuten, die an der Spitze des Entscheidungsbaums stehen. Im Moment herrscht große Unsicherheit, aber es liegt in jedermanns Interesse, den Brexit zum Erfolg zu führen – sei es durch den weiteren Zugang zum Binnenmarkt oder durch neu ausgehandelte Handelsabkommen.
Als Anbieter von zeitkritischen Transportlösungen hat Priority Freight in den letzten 20 Jahren sehr produktive Beziehungen zu Lieferkettenpartnern und Kunden in der gesamten EU unterhalten. Wenn wir den Binnenmarkt verlassen – was mit Sicherheit die Aushandlung neuer Handelsabkommen zwischen 36 europäischen Ländern erfordern wird – werden wahrscheinlich einige Unternehmen ihre Lieferketten und Partner neu bewerten.
Unabhängig davon wird Priority Freight weiterhin sehr aktiv in der EU und dem Rest der Welt arbeiten und erstklassige Transport- und Logistiklösungen anbieten. Tatsächlich haben wir gerade eine neue Abteilung für Luftfracht-Notfälle in unserem Büro in Deutschland eingerichtet, um unseren weltweiten Kundenstamm besser bedienen zu können.
Britische Unternehmen sollten die Zeit nutzen, bevor der formelle Austritt aus der EU vollzogen wird. Die Vorbereitung auf die vor uns liegenden Herausforderungen und die enge Zusammenarbeit mit aktuellen und potenziellen Geschäftspartnern sind unerlässlich, um den derzeitigen wirtschaftlichen Sturm zu überstehen.
Was wir mit Sicherheit wissen, ist, dass der internationale Handel unabhängig vom Brexit weitergehen wird. Darüber hinaus wird es immer eine Nachfrage nach sicherem und schnellem Warenverkehr geben – vielleicht sogar noch mehr, wenn sich die Unternehmen mit der Handhabung komplizierter und ungewohnter Zollverfahren auseinandersetzen.
Solange diese Nachfrage anhält und der gesunde Menschenverstand sich durchsetzt, gibt es allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken.
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